KOMMT... - Suchtkrankenhilfe Crottendorf e.V.

Satzung

Satzung des "KOMMT..." Suchtkrankenhilfe Crottendorf e. V.

Präambel


Der Verein „KOMMT“ Suchtkrankenhilfe Crottendorf e.V. wurde im Jahr 1998 mit dem Ziel gegründet, im Rahmen der kirchlich-diakonischen Arbeit suchtkranken Menschen und deren Angehörigen Hilfe für den Prozess der Genesung und damit für den Weg zu einer zufriedenen Abstinenz anzubieten und sie bei der Wiedereingliederung in Alltag, Beruf und Gesellschaft zu unterstützen.

Dies geschieht in dem Verständnis, dass die Liebe Gottes, die in Jesus Christus Gestalt angenommen hat, den Weg in ein befreites Leben ermöglicht.

Zur Sicherung der weiteren Arbeit hat sich die Bethanien Diakonissen-Stiftung, Frankfurt am Main, als diakonisches Werk aus dem Bereich der Evangelisch-methodistischen Kirche dem Projekt angeschlossen. Somit wird das Projekt nun als gemeinsames Projekt der Vereins-mitglieder und der Bethanien Diakonissen-Stiftung fortgeführt.


§ 1 Name und Sitz


1. Der Verein trägt den Namen "KOMMT..." Suchtkrankenhilfe und soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht Annaberg-Buchholz eingetragen werden. Nach der Eintragung lautet der Name des Vereines: "KOMMT..." Suchtkrankenhilfe Crottendorf e. V.

2. Der Sitz des Vereines ist die Evangelisch-methodistische Friedenskirche Crottendorf, Uferweg 235, 09474 Crottendorf.
 

§ 2 Zweck des Vereines


1. Der Verein verfolgt unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. Der Verein stellt sich im Rahmen der kirchlich-diakonischen Suchtkrankenhilfe die Aufgabe, sucht¬kranke Menschen und deren Angehörige für den Prozess der Genesung und damit für den Weg zu einer zufriedenen Abstinenz Hilfe anzubieten und sie bei der Wiedereingliederung in Alltag, Beruf und Gesellschaft zu unterstützen.   

Aufgabe des Vereines ist es auch, in der Öffentlichkeit Sachkenntnis über die Krankheit Sucht zu vermitteln und Verständnis für die Situation genesender Suchtkranker zu wecken. Besonderer Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die Suchtprävention. Der Verein unterstützt besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus suchtkranken Familien. Zu diesem Zweck arbeitet der Verein eng mit Fachkliniken, Beratungsstellen, Selbsthilfe¬gruppen und Abstinenzverbänden, Kirchen sowie den einschlägigen Einrichtungen und Fachgruppen der Evangelisch-methodistischen Kirche zusammen.

Der Verein erfüllt seinen Satzungszweck insbesondere durch:
•    Beratungsgespräche mit Einzelpersonen und Gruppen
•    Organisation von Selbsthilfegruppen und Durchführung von Gruppensitzungen
•    Veröffentlichung von Informationen und Artikeln zum Thema Sucht
•    Durchführung von Exkursionen
•    Durchführung von sonstigen Veranstaltungen zur Information und Prävention
 
2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereines dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereines.

3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereines fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Vereinsmitgliedern können angemessene Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Vereinszweck stehen, erstattet werden.

4. Der Verein darf sich Hilfspersonen im Sinne des § 57 AO bedienen.
 

§ 3 Geschäftsjahr


1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 4 Mitgliedschaft


1. Die Mitgliedschaft entsteht durch die Annahme des Aufnahmeantrages an den Verein. Voraussetzung ist lediglich eine an den Vorstand / die Mitgliederversammlung gerichtete  schriftliche Anmeldung zur Aufnahme, in der sich der Anmeldende zur Einhaltung der Satzungsbestimmungen verpflichtet.

2. Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden. Das Recht der Mitgliedschaft ist nicht übertragbar und nicht vererblich.

3. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod, der Austrittserklärung, durch Ausschluss oder durch Auflösung der juristischen Person. Die Austrittserklärung erfolgt schriftlich gegenüber dem Vorstand.

4. Die Mitglieder haben einen Mindestbeitrag von 0,50 Euro monatlich zu leisten.

5. Ein Mitglied kann durch die Mitgliederversammlung bei Stimmenmehrheit ausgeschlossen werden, wenn es nach zweimaliger schriftlicher Mahnung mit je einmonatiger Frist seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist oder die Interessen des Vereines gröblich verletzt hat. Das Mitglied ist vor dieser Entscheidung von der Mitgliederversammlung zu hören.


§ 5 Organe des Vereins


1. Mitgliederversammlung
2. Vorstand


§ 6 Mitgliederversammlung


1. Die Mitgliederversammlung dient dem regelmäßigen Erfahrungs- und Meinungsaustausch im Blick auf alle Tätigkeitsbereiche des Vereines.

2. Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten des Vereines, soweit die Erledigung nicht dem Vorstand übertragen ist.

3. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand mit Ausnahme des stellvertretenden Vorsitzenden. Dieser wird durch die Bethanien Diakonissen-Stiftung bestimmt.
4. Die Mitgliederversammlung nimmt den jährlichen Geschäftsbericht des Vorstandes entgegen und erörtert diesen. Sie genehmigt die Jahresrechnung und entlastet den Vorstand.

5. Die Mitgliederversammlung berät und beschließt über Satzungsänderungen, die Abbe-rufung des Vorstandes und die Auflösung des Vereins.

6. Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.

7. Es findet im Geschäftsjahr mindestens eine Mitgliederversammlung statt. Die Einladung erfolgt durch den Vorsitzenden schriftlich unter Einbehaltung einer Frist von zwei Wochen, wobei die Tagesordnung mitzuteilen ist.

8. Außerordentliche Mitgliederversammlungen müssen einberufen werden, wenn mindestens 25% der Mitglieder dies schriftlich gegenüber dem Vorstand verlangen.

9. Zu einem Beschluss über die Abberufung des Vorstandes oder der Änderung der Satzung ist mindestens die Vertretung von 75 % der stimmberechtigten Mitglieder und die  Zustimmung von mindestens ¾ der Stimmen der tatsächlich anwesenden Mitglieder erforderlich. Kommt keine Beschlussfähigkeit zustande, ist eine neue Mitglieder-versammlung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Teilnehmer mit ¾ der vertretenen Stimmen entscheidet.

10. Über jede Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die der Vorsitzende und der Schriftführer unterzeichnen.

11. Bei Entscheidungen der Mitgliederversammlung hat die Bethanien Diakonissen-Stiftung ein Vetorecht. Übt die Bethanien Diakonissen-Stiftung dieses Vetorecht aus, gilt die durch die Mitgliederversammlung getroffene Entscheidung als nicht getroffen.
 

§ 7 Der Vorstand


1.    Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern
•    Vorsitzender
•    stellvertretender Vorsitzender
•    Schatzmeister
•    Schriftführer
•    Beisitzer

2. Der Vorstand mit Ausnahme des stellvertretenden Vorsitzenden wird für die Dauer von vier Jahren gewählt. Die Wiederwahl ist zulässig. Er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Zu Vorstandsmitgliedern können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt des Vorstandsmitgliedes (ausgenommen der stv. Vorsitzende).

3. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes kann für dessen Amtszeit vom Vorstand ein neues Mitglied bis zur nächsten Mitgliederversammlung bestellt werden. Dieses ist dann der nächsten Mitgliederversammlung zur Wahl zu stellen.

4. Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte.

5. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende vertreten den Verein gemeinsam gerichtlich und außergerichtlich. Der Vorsitzende des Vorstands und der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands sind von den Beschränkungen des § 181 BGB, Alternative 2, befreit.

6. Der Vorstand beruft die Mitgliederversammlung ein.

7. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung der Mitglieder-versammlung bedarf.

8. Der Vorstand kann Verpflichtungen für den Verein nur in der Weise begründen, dass die Haftung der Mitglieder und des Vorstandes auf das Vermögen des Vereins beschränkt ist. Es soll in allen namens des Vereines abzuschließende Verpflichtungserklärungen aufgenommen werden, dass die Vereinsmitglieder sowie Vorstandsmitglieder für durchaus entstehende mögliche Verbindlichkeiten nur mit dem Vermögen des Vereins haften.

9. Der Vorstand ist verantwortlich für die Einhaltung der in der Satzung beschriebenen Zweckbestimmung des Vereines.

10. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei Entscheidungen des Vorstands hat der von der Bethanien Diakonissen-Stiftung entsandte stellvertretende Vorsitzende des Vorstands ein Vetorecht. Übt er dieses Vetorecht aus, gilt die durch den Vorstand getroffene Entscheidung als nicht getroffen.   

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 3 Vorstandsmitglieder, darunter der Vorsitzende des Vorstands und der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands, anwesend sind.

11. Die Mitglieder des Vorstands üben ihre Tätigkeit in der Regel ehrenamtlich aus. In Abweichung davon kann die Mitgliederversammlung beschließen, dass Vorstands-mitgliedern für ihre Tätigkeit, auch bei Einstellung, eine angemessene Vergütung gezahlt wird. Angemessene Aufwendungen, die in Zusammenhang mit der Tätigkeit im Vereins-vorstand stehen, werden ersetzt.


§ 8 Auflösung des Vereines


1. Eine Auflösung des Vereines kann nur mit Zustimmung einer Mehrheit von 75% der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder durch Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgen, wobei die Anwesenheit von mindestens 75% der Mitglieder notwendig ist. Kommt keine Beschlussfähigkeit zur Auflösung des Vereins zustande, ist eine neue Mitglieder-versammlung unter den gleichen Bedingungen einzuberufen. Kommt wiederum keine Beschlussfähigkeit zustande, ist eine neue Mitgliederversammlung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder mit ¾ der vertretenen Stimmen entscheidet.

2. Bei Auflösung  des Vereins, bei Entziehung der Rechtsfähigkeit des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das gesamte Vermögen an die Bethanien Diakonissen-Stiftung, Frankfurt am Main, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke, insbesondere für die Förderung des öffentlichen Gesundheits-wesens, zu verwenden hat.

§ 9 Inkrafttreten


Die Satzung tritt nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 12. Oktober 2013 in Kraft.